Handy guck in die Luft

Wenn Hans zur Schule tingelt, in der Tasch‘ das Handy klingelt.
Und mit dem Smartphone in der Hand, ist er vor die Wand gerannt.

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsenen verunglücken vor lauter Unaufmerksamkeit als Fußgänger – wie ein 14-jähriger Junge, der orientierungslos im Straßengraben landet und sich Brustkorb und Schulter schwer verletzte oder ein 23-Jähriger, den ein Auto erfasste. Kaputt ging nicht nur das Mobiltelefon, sondern auch die Hüfte.

Schätzungsweise 1.500 Fußgänger verunglückten 2010 in den USA, weil sie beim Telefonieren oder „simsen“ verunglückten. Die Zahl der Handy-Unfälle hat sich seit 2005 versechsfacht, Tendenz steigend. Fast jeder 25. Unfall von Fußgängern ist demnach dem Mobiltelefonieren zuzuschreiben. Am häufigsten trifft es junge männliche Jugendliche und Erwachsene.

Zwei Drittel der Unfallopfer waren unter 25 Jahre. Sie sind mit dem Handy aufgewachsen, haben aber offenbar kein Gefühl für die Gefahren entwickelt. Eltern sollten sich der Sache annehmen. Es reicht nicht, vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links zu schauen. Beim Gehen gehört das Handy in die Tasche.

In Melbourne und München sollen spezielle Bodenampeln und blinkende LED-Signale auf den Überwegen helfen, dass Handynutzer nicht unter die Räder kommen.

Quelle: Nasar,J.L.; Troyer,D.: Pedestrian injuries due to mobile phone use in public places.  Accident Analysis & Prevention. Vol 57, 91-95 (2013)

Weiterführende Literatur: Pokémon und Smartphone-Zombies


Verantwortung für die Familie e.V.



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