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Die Familie ist unaufgebbar!

Familien sind unverzichtbar für eine gesunde Entwicklung von Kindern und die Basis für eine gesunde Gesellschaft. Das hat auch das Bundesverfassungsgericht festgestellt. Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen das präventive Konzept der Kinder- u. Jugendlichenpsychothera-peutin Christa Meves: Positive emotionale Eindrücke für das frühkindliche Gehirn sind erforderlich, damit sich Kinder zu voller Intellektualität, Kreativität und seelischer Gesundheit entfalten können!

Für eine seelisch gesunde Entwicklung bis zum Erwachsenen-alter ist Folgendes zu bedenken:

I. Seelische Gesundheit durch vorbeugende Säuglingspflege
1. Schon die ersten Lebensstunden sind wichtig. Daher  sollte das Neugeborene viel am Körper der Mutter gehalten werden. Nach der Geburt bedarf es der Beruhigung,
am besten in körperlicher Nähe zur Mutter, denn ihre Stimme und ihren Herzschlag kennt es bereits.

2. Stillen schützt. Besonders die erste Milch der Mutter, das Kolostrum, enthält wichtige Abwehrstoffe zum Schutz gegen Infektionen. Unter sorgsamer Pflege der Brustwarzen
sollte der Säugling immer dann angelegt werden, wenn er zu schreien beginnt.
Die häufige Saugtätigkeit des Kindes stimuliert die Milchproduktion und bewirkt, dass jede Mutter genug Milch für ihr Kind haben kann.
3. Tag und Nacht sollte das Neugeborene in der Nähe der Mutter sein, damit sie es beruhigen kann, wenn es schreit.
4. Auch bei Frühgeborenen, bei denen eine Brutkastenzeit unumgänglich ist, sollten diese Pflegeformen so bald wie möglich angewandt werden. Das sog. „Känguru-Prinzip“ hilft zu früh Geborenen, rascher ihr Untergewicht wieder aufzuholen (www.lalecheliga.de).
5. Ein halbes Jahr ausschließliches Stillen nach Bedarf empfiehlt die WHO. Es bietet vielfältigen gesundheitlichen Schutz und fördert die motorische und Intelligenzentwicklung.
Nächtliches Stillen funktioniert am besten, indem der Säugling saugt, ohne dass die Mutter ihren Schlaf lange unterbrechen muss (http://www.vfa-ev.de/studien-und-materialien/#stillen).
Hundertfältig zahlt sich dieser Einsatz der Mutter – und in begleitender Fürsorge auch des Vaters – später aus. Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die in dieser Weise Geborgenheit, Bindung und Liebe erlebten, später z.B. bessere Schulleistungen erbringen.

II. Risiko Fremdbetreuung
1. Geben Sie Ihr Kind während der ersten drei Lebensjahre nicht ohne Not in fremde Hände. Die so wichtige Fähigkeit, später Bindungen einzugehen und sich sozial zu verhalten, bedarf der ungestörten Bindung zunächst an die Eltern. Die familiäre Betreuung zu Hause ist deshalb ein wichtiger Faktor zur seelischen Gesundheit und ist besser als Kollektivversorgung in Krippen mit wechselnden Bezugspersonen.
Auch Großeltern, Geschwister und andere in der Familie lebende Personen haben bei der Betreuung des Kindes eine wichtige Funktion.
2. In ein Krankenhaus geben Sie Ihr Kleinkind bitte nie ohne Begleitung einer ihm vertrauten Person.
3. Überlassen Sie es nicht einer Krippe, Tagesstätte oder dem Kindergarten, bevor es das verstehen und akzeptieren kann (http://www.vfa-ev.de/broschueren/risiko-kinderkrippe).
4. Belassen Sie Ihr Kleinkind in Zeiten schwerer Krankheit der Mutter, und wenn eine Trennung von ihr unvermeidlich ist, in der Obhut einer ihm vertrauten Person, am besten auch in der vertrauten häuslichen Umgebung.
5. Auf Reisen sollte das Kind mitgenommen werden. Besonders in den ersten drei Lebensjahren benötigt es aber auch Zeiten beschaulicher Ruhe und der Lärmabschirmung.
6. Die Sauberkeitserziehung gelingt ohne Dressur, wenn die Gehirnentwicklung so weit gereift ist, dass das Kind die Vorgänge begreifen kann. Vermeiden Sie unangemessene, das Kind fremdbestimmende Erziehungsmaßnahmen.
7. Gehorsamsforderungen sollten sich bis ins dritte Lebensjahr auf Maßnahmen beschränken, die zum Lebensschutz des Kindes notwendig sind (Messer-Gabel-Schere-Licht).
Erziehen Sie, ohne durch Schläge zu bestrafen. Gewalt erzeugt Gewalt, und das heißt: vermehrte Aggressivität im Erwachsenenalter!
8. Bei der Nahrungsaufnahme passen Sie Ihr Angebot bitte dem Appetit des Kindes an, nicht umgekehrt!
9. Sie fördern die seelische Entwicklung, wenn Sie in den ersten drei Lebensjahren keine außerhäusliche Berufstätigkeit aufnehmen, wenn Ihnen keine nahe Person zur Verfügung steht, die dem Kind vertraut ist. Nehmen Sie zur finanziellen Absicherung besser finanzielle Hilfen des Staates in Anspruch. Trennen Sie sich vom Kind zur täglichen Arbeit erst, wenn es eine kollektive Betreuung akzeptiert und ohne psychische Beeinträchtigungen erträgt.
Optimal ist es, wenn das Kind im Schutz der Familie aufwachsen kann, mit Geschwistern, verantwortungsbewussten Eltern und unterstützenden Großeltern im Hintergrund.

III. Erziehung in der späteren Kindheit
1. Interesse = Dazwischensein der Eltern ist während der gesamten Kindheit und Jugend der Sprösslinge notwendig, bis sie selbstständig sind.
2. Nehmen Sie sich Zeit, um zu Ihren Kindern eine vertraute Beziehung aufzubauen. Beschäftigen Sie sich immer einmal auch allein mit dem einzelnen Kind.
Vermitteln Sie ihm so das Gefühl von Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Geborgenheit.
Beobachten Sie die Interessen des Kindes, regen Sie es spielerisch an zu schöpferischer Tätigkeit und fördern Sie die besonderen Neigungen und Begabungen.
3. Lassen Sie es in der Schulzeit mit schulischen Arbeiten nicht gänzlich allein. Halten Sie ein Auge auf das schulische Verhalten des Kindes und kümmern Sie sich verantwortungsbewusst um schulische Belange. Protestieren Sie (am besten durch Lobby-Bildung) gegen unpädagogische
schulische Maßnahmen (z.B. im Sexual-kunde- u. Religionsunterricht, Klassenfahrten mit heißen Nächten).
5. Computerspielen reduziert das Hirnvolumen. Schützen Sie ihr Kind vor Smartphonesucht, einem ständig laufenden Fernseher und Computerspielen mit aggressiven Inhalten (http://www.vfa-ev.de/studien-und-materialien/#hirnforschung).
Bemühen Sie sich stattdessen um gemeinsam gestaltete Familienzeiten.
6. Fordern Sie von Ihrem Kind vom Schulalter an: Rücksicht, Gemeinschaftssinn und (in Maßen) Sauberkeits sowie Ordnungsleistungen und das Einhalten von Anstandsregeln. Machen Sie ihm verstehbar, dass diese Forderungen aus Liebe zu ihm geschehen. Angemessene Einschränkungen sind manchmal unumgänglich. Wenn sie folgerichtig sind, schaden sie nicht, sondern vermitteln dem Kind die Erfahrung seiner Grenzen. Liebevolle Konsequenzen geben Orientierung und Sicherheit.
7. Eheprobleme sollten um der Kinder willen möglichst hintangestellt werden. Ein Scheidungswaisenschicksal beschädigt Kinderseelen meist nachhaltig. Der Zusammenhalt des Elternpaares, am besten in sichtbarer gegenseitiger Achtung und Liebe, ist ein Garant für seelische Stabilität des Kindes in dessen Erwachsenenalter.
8. Finden Sie sich mindestens einmal am Tag mit der Familiengemeinschaft zu einer gemeinsamen Mahlzeit zusammen. Zu teilen und sich mitzuteilen lässt sich so einüben und der Zusammenhalt wird gestärkt.
9. Leben Sie in Ihrer Familie den christlichen Glauben. Stellen Sie Ihre Handlungen und Ihr Sein primär unter das christliche Gebot opferbereiter Liebe. Beten Sie täglich mit den Kindern. Lassen Sie sie taufen, besuchen Sie mit ihnen gemeinsam den Gottesdienst, begleiten Sie sie kirchlich in der Zeit von Firmung oder Konfirmation Erzählen Sie ihnen von Gott und machen Sie ihnen Glauben verstehbar! Ohne Anbindung an die Kirche neigt man dazu, dieses Ziel leichtfertig zu vernachlässigen und aus dem Auge zu verlieren.

IV. Vor Gefährdungen im Jugendalter bewahren

1. Wenn Sie diese Grundvoraussetzungen der Erziehung zu seelischer Gesundheit umsetzen, haben Sie eher die Möglichkeit, Ihre Kinder auch jenseits der 10-Jährigkeit vor Gefahren im Jugendalter zu bewahren: vor Rauchen und Rauschgiften – z.B. dem psychosefördernden Cannabiskonsum – vor der Schädlichkeit für Ohren und Seele durch Hard-Rock, vor Alkohol, Ecstasy und Alcopops, einem übersteigerten Konsum auch von Fernsehen und PC sowie Spielautomaten und stimulierenden Tabletten.
Ermutigen Sie die Jugendlichen, auch dann entschieden „Nein“ zu sagen zu Missbräuchen dieser Art, wenn alle anderen es tun und den Sich-Weigernden verhöhnen. Grundsätzlich ist hier einmal keineswegs keinmal! Warnen Sie Ihre Kinder nachhaltig und mit Fremdschilderungen davor, die eigene Willenskraft zur Umkehr zu überschätzen, wenn der gefährliche Weg erst einmal eingeschlagen ist!
2. Für Desinformationen auf dem Sektor der Sexualität gilt das besonders. Vorehelicher Geschlechtsverkehr vom Jugendalter ab – zumal mit wechselnden Partnern – kann Einbußen an seelischer und körperlicher Gesundheit zur Folge haben. Das Kondom ist kein absolut sicheres Verhütungsmittel, weder zur Verhütung von Schwangerschaft noch gegen AIDS. Treue zueinander ist nach dem Auftauchen dieser nicht heilbaren Krankheit geboten. Da sich manche Jugendliche in der sog. „homoerotischen Phase“ vorübergehend in gleichgeschlechtliche Personen verlieben, müssen sie deshalb nicht homosexuell sein. Werden sie aber durch unangemessene Aufklärung und Desinformation zum Praktizieren und „Outen“ ihrer angeblichen Neigung gebracht, unterliegen Jungen einer HIV-Gefährdung (MSM) von 67%.

Gender-Mainstreaming ist eine Ideologie, die vorgaukelt, dass jeder Mensch die Entscheidungsmöglichkeit habe, sein Geschlecht selbst zu bestimmen. Jugendliche sollten nachdrücklich über Fehlinformationen dieser Art aufgeklärt werden. Gegenüber einer möglichen Indoktrination in der Schule im Rahmen einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“ sollten sich Eltern über Lehrpläne informieren und ggfs. gemeinschaftlich wehren (http://www.vfa-ev.de/studien-und-materialien/#schule).
Die Familie hat sich als absolut unaufgebbar erwiesen. Negative Auswirkungen eines unnachdenklichen Übermaßes rigoros in Anspruch genommener Freiheit zeigen das immer wieder neu.
Liebevolle Selbstbeschränkung ist die Voraussetzung zu einem sinnerfüllenden und glücklich machenden Miteinander. Die Familie ist dann ein Ort der Geborgen-heit und des stärkenden Zusammenhalts, ohne den es schwer wird, das Leben zu bestehen.

Helfen Sie mit, dass Familien wieder gesünder und stabiler werden!
Helfen Sie mit, dass Kinder einem leistungsfähigen, verantwortungsbewussten und glücklichen Erwachsenenleben entgegengehen!

Erziehungshilfen
• MEVES, Ch.: Erziehen lernen. Resch Verl., 25.Aufl.
– Mut zum Erziehen. Christiana Verl., 27. aktual. Aufl.
– Ehe-Alphabet. Christiana Verl., 38. aktual. Aufl.
– Großeltern-ABC. Christiana Verl., 13. Aufl.
– Manipulierte Maßlosigkeit. Christiana Verl., 42.aktual.Aufl.
– Elemente einer christl. Erziehung. Christiana Verl., 5.Aufl.
– Auf die Liebe kommt es an. Media Maria
– Es ist noch nicht zu spät. G. Hess Verl.
– Teenagerzeit. Christiana Verl., 3. aktual. Aufl.
– Ich will leben. Mails an Corinna. Christiana Verl., 25. Aufl.
– Geheimnis Gehirn. Resch Verl., 2. aktual. Aufl.
– Verführt. Manipuliert. Pervertiert. Resch Verl., 5. Aufl.
– Die Clique. (Kinderbuch), Christiana Verl.
– Die Kinder von Angeloog. (Kinderbuch), Christiana Verl.
– Problemkinder brauchen Hilfe. Christiana Verl., 11. Aufl.
– Wunschtraum u.Wirklichkeit. Christiana Verl., 15. aktual.Aufl.
– Liebe u.Aggression-wie gehen wir damit um? Resch Verl., 2. Aufl.
– Wer Wind sät … Christiana Verl., 2.Aufl.
– Neue Beweise gegen einen veralteten Zeitgeist. Fe-Medien Verl.
– Auf dich kommt es an! (Jugendbuch), Media Maria, 5.Aufl.
– Kraft, aus der Du leben kannst. G. Hess Verl., 5.Aufl.
– Aufbruch zu einer christl. Kulturrevolution. Christiana Verl.,3.Aufl.
– Erziehung zur Liebe. Christiana Verl., 3.Aufl.
– ABC der Lebensberatung. G.Hess Verl., 5.Aufl.
– Wohin? Auf der Suche nach Zukunft. G. Hess Verl.
• MEVES, Ch., KRAUS, J.: Schulnöte. Resch Verl.
• SPITZER, M.: Digitale Demenz. Droemer Verl.
– Cyberkrank. Droemer Verl.
• STRÜBER, N.: Die erste Bindung. Klett-Cotta

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