Kinderrechte ins Grundgesetz ?

Bei den Sondierungen in Berlin für eine Jamaika-Koalition gibt es Bestrebungen,  die Ganztagsbetreuung für Grundschüler durch einen Rechtsanspruch auszuweiten und auch Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen.
Stellungnahmen hierzu finden Sie von dem Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht Prof. Dr. Gregor Kirchhof, sowie dem Bündnis Rettet die Familie.
Schreiben auch Sie Ihrem Abgeordneten vor Ort und an die Koalitionäre in Berlin hierzu Ihre Meinung – sowie auch gerne an uns.


Verantwortung für die Familie e.V.



Kommentare

Katja Oetinger says

"Wir sehen in der Aufnahme von „Kinderrechten“ ins GG einen Scheinweg zur Förderung des Kindeswohls, der neue Probleme schafft. Demgegenüber ist der Gesetzgeber gefordert, für Eltern eine zeitlich entspannte Atmosphäre in sozialer Sicherheit zu schaffen, die ihnen eine möglichst optimale Kindererziehung ermöglicht. Das ist die beste Voraussetzung für das Kindeswohl."
Sehr gutes Fazit vom Bündnis "Rettet die Familie"!

Ulrike Ginster says

Liebe Familienfreunde,
Interessiert las ich Ihren Bericht zu den neu diskutierten Kinderrechten.
Eindeutig ist jedes Kind am besten durch seine Eltern rechtlich geschützt und vertreten, weil diese es am meisten lieben und kennen. In der Ganztagsbetreuung von Kindern liegt ein gefährlicher Entzug der Kinder von ihren Eltern. Bindungen, die nur durch Zuwendung und gemeinsam verbrachte Zeit, sehr wichtig gemeinsame Mahlzeiten, entstehen, werden zerstört. Unser Staat greift viel zu sehr in die Elternverantwortung gegenüber deren Kinder ein. Froh bin ich, dass ab nächstem Jahr G8 zu G9 geändert wird, allein aus dem Grund, dass die Kinder wieder mittags nach Hause gehen können.
,,Ab 20 Personen fängt das Militär an", so ein großer Pädagoge. Ich möchte nicht, dass der Staat, wie früher im Osten, meine drei Kinder erzieht. Manchen Mittag diskutiere ich gegen ideologische Lehrermeinungen mit meinen Kindern. Erziehen möchte ich sie in erster Linie. Das soll mein Recht bleiben, in Pflicht und Verantwortung.
Lieben Gruß,
Ulrike Ginster

Johann Wagner says

Dass die Erziehung und Pflege bevorzugt Aufgabe der Eltern ist, unterstütze ich voll und ganz. Sonderrechte für unmündige Kinder im Grundgesetz zu verankern, würde die Aufgabe der Eltern als Erziehungsberechtigte beschneiden. Familienschutz ist Kinderschutz, deshalb ist es Aufgabe von Staat und Kirchen, die gottgewollte Familie zu fördern und zu schützen. "Ehe für Alle" widerspricht dem Willen Gottes, der in der Bibel Mann und Frau die Sorge für ihre Kinder aufträgt. Beter wir für christliche Politiker und Kirchenleiter!

R.S. says

Ich bin Mutter von sechs Kindern, habe zwei kleine Enkelkinder und bin sehr dankbar für diese Aktion. Mir persönlich liegt Folgendes sehr am Herzen:
1) zum Thema Kinderrecht die folgende Forderung von Prof.Dr.Kirchhof :
"Wir fordern, dass sich der Umfang der Leistung für Kinderbetreuung am Arbeitsaufwand und damit am Alter und an der Anzahl der Kinder orientiert und nicht am früheren Erwerbseinkommen einer Mutter oder eines Vaters.
Leistungen für die Kindererziehung sind nicht als „Verdienstausfall-entschädigung“ wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu betrachten und zu behandeln, wie das beim heutigen Elterngeld der Fall ist, sondern als Gegenleistung, vergleichbar einem Lohn.Ein Kind ist kein Schaden, den es zu kompensieren gälte. Wenn Kindererziehung wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit behandelt werden, wird sie zusätzlich ideell abgewertet.
Die zur Zeit bestehende Einkommensbezogenheit des Elterngeldes benachteiligt Eltern mit zweiten und weiteren Kindern, sowie in Ausbildung befindliche Eltern.Das widerspricht dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes als auch den Artikeln 3 und 6 GG. Dadurch werden Eltern erster und zweiter Klasse geschaffen. ".....
Denn aus meiner Erfahrung braucht gsl. jedes Kind ab der Geburt die gleiche Grundausstattung (Nahrung,Windeln,Babybett,Kinderwagen,Kinderzimmer,...) -unabhängig davon, ob es das Kind eines Arztes oder einer Arzthelferin oder einer Studentin ist. Das Elterngeld vom bisherigen "Wohlstand" abhängig zu machen, ist von Anfang an eine total ungerechte "Sozial-Leistung"!
2)zum Thema: Recht auf Ganztagsschule
Eine Erfahrung: Bei uns im Ort gibt es seit Jahren ca. 30 Kinder in der 1.Klasse. Früher war es eine Klasse, seit 5 Jahren sind es zwei kleine (davon eine Ganztagsklasse. Für die jungen Mütter ist das Angebot verlockend, es ist umsonst - wie die Kinder mit dieser großen Belastung fertig werden, kann man beobachten. Je mehr Ganztagsschulen es gibt, umso weniger Eltern sind nachmittags zuhause- das bedeutet: der Unterricht wird voraussichtlich zukünftig für alle erst um 16 Uhr enden. Meine Sorge ist: wie lange haben unsere (Grund-)Schulkinder noch das Recht, nach sechs Stunden Unterricht - mittags nach Hause zu gehen - anders formuliert: ich fordere das Recht auf "Halbtags-Schule" und zwar in der nächstgelegenen Schule, so dass die Kinder nicht auch noch deshalb extra in einen anderen Ort gefahren werden müssen.
3) Genauso kann man diese Forderung auf den Kindergarten übertragen:
Wenn in einer Gruppe von 25 Kindern z.B. nur noch ein Kind mittags abgeholt
wird (z.B. weil die Familie mit den Geschwistern zusammen essen will) - muß sich dieses Kind dem Kindergarten-Programm unterordnen. Das bedeutet:
wenn es nicht zum Essen angemeldet ist, muß es ab 11.30Uhr den anderen zuschauen oder sich leise alleine beschäftigen - bis nach der Mittagsruhe. Frage: Hat dieses Kind das Recht, altersgemäß gefördert zu werden? Wie wird es sein, wenn die Kindergärten gebührenfrei sind? Welche Werte werden dann noch vermittelt?
Vielen Dank für Ihren Einsatz
mit freundlichen Grüßen

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