Mozart als Antiepileptikum

Ein hochwirksames Antiepileptikum, ohne Neben- u. Wechselwirkungen, das fast nichts kostet – ein Wunschtraum?
Es gibt inzwischen mehrere Hinweise darauf, dass ein Klavierstück von Mozart genau diese Kriterien erfüllt.

Dosierung: K448 1 x täglich 10 Minuten. 

Das Kürzel K448 steht für Köchelverzeichnis. Der eigentliche Titel lautet „Sonate für 2 Klaviere“. Hier finden Sie eine Hörprobe.

Die besonderen Wirkungen dieses Klavierstücks aufs Gehirn sind vielfältig und schon seit fast 20 Jahren in der Diskussion.
Zuerst wurde eine Verbesserung der räumlichen Auffassungsgabe festgestellt.
Dieser Link führt zur 1993er Arbeit von F. Rauscher, welche in Nature publiziert wurde. Sie ist Cellistin und Psychologin.
In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Forschung auf den „Mozart-Effekt“ im Hinblick auf Gedächtnisleistungen.

Seit 1998 rückt der antiepileptische Effekt der Sonate ins Zentrum des Interesses.
Die größte Fallserie mit 58 an Epilepsie leidenden Kindern fand eine Ansprechrate von über 80%. Bei Dreiviertel der Patienten überdauerte der Effekt das Musikstück. Dabei scheint fast jede Form der Epilepsie anzusprechen, sogar das Lennox-Gastaut-Syndrom.

Eine aktuelle Studie untersuchte bei Kindern, ob der Effekt von Dauer ist.
18 Kindern wurde 1/2 Jahr täglich vor dem Einschlafen die Sonate vorgespielt.
Nach 1 Monat war die epileptische Aktivität im EEG um 53% gesunken, nach 6 Monaten um 72 %!
Es wurde geklärt, dass es sich nicht um einen generellen Effekt klassischer Musik handelt, eine computerisierte Streicherversion von K448 die beschriebenen Effekte nicht hat.
Die Wirkung hängt auch nicht davon ab, ob man klassische Musik mag – so reduzierte sich bei einem komatösen Patienten (Status epilepticus) der Anteil epileptischer EEG-Aktivität von 62 auf 21 % (Quelle).
Auf der Suche nach dem Grund für den Mozart Effekt fand man eine „hochgradige langfristige Periodizität, v.a. im Bereich 10-60 sec“.  Einzelne Versuche mit anderen Musikstücken, welche dieses Kriterium auch erfüllen, zeigten ebenfalls ähnliche Effekte.

Fazit: K448 aus dem Hause Mozart 1 x tägl. add-on zur bestehenden Behandlung bessert eine Vielzahl von Epilepsien.
Als Nebenwirkung ist allenfalls eine Verbesserung des Gedächtnisses zu erwarten. Die Kosten belaufen sich auf 
10 € einmalig. 


Verantwortung für die Familie e.V.



Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close