Immer weniger Kinder werden in Familien betreut

Jedes sechste Kind unter 3 Jahren wird bereits außerhalb der Familie versorgt.
Über 320 000 Kinder unter 3 Jahren gehen derzeit in eine Tageseinrichtung
oder zur Tagesmutter.
Über 40% eines Jahrgangs werden an manchen Orten in eine Krippe gebracht.
Um 21 % haben die westlichen Bundesländer die Anzahl der Betreuungsangebote für unter Dreijährige gesteigert.
Diese zunehmende Familienferne scheint jedoch erwünscht:
„Der Ausbau der Kleinkinderbetreuung hat in den Städten und Gemeinden höchste Priorität“, erklärte das Geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Landsberg.
DIE KOMMUNEN KÖNNEN ABER
DIE FÜR DEN AUSBAU NOTWENDIGEN FINANZMITTEL NICHT AUFBRINGEN.
Denn die jährlichen Betriebskosten werden sich auf 5 Mrd. € belaufen, um für 1 Million unter Dreijährige, den beschlossenen Rechtsanspruchs ab 2013 erfüllen zu können.
Das kostet jeden Steuerzahler monatlich ca. 416,- € pro Kind.
Hinzu kommen 10 Mrd. € als Investitionskosten.
Diese Kosten übersteigen die von Bund und Ländern veranschlagten 12 Mrd. Euro an Betriebs- und Investitionskosten erheblich.
Werden daher möglicherweise Steuern erhöht werden, um die Entwicklungschancen von Kleinkindern mit öffentlichen Mitteln zu gefährden? Dr. Landsberg deutete bereits an, dass die die mit dem Gesetz verbundenen zusätzlichen Ausgaben finanziell auszugleichen seien.
Quelle:
Deutscher Städte- und Gemeindebund, 11/2008

Verantwortung für die Familie e.V.